Dienstag, 13. August 2013

Auf den Spuren des Crocodile Hunters

Ich war heute im „Australia Zoo – Home oft the CrocodileHunter“. Das ist der Zoo von diesem Krokodil Heini "Steve Irwin", der seine eigene Dokushow im Fernsehen hatte und darin regelmäßig mit allen möglichen großen und gefährlichen Tieren kämpfte, vorzugsweise Krokodile. Manchmal waren auch seine Frau Teri und seine damals noch sehr kleinen Kinder Bindi und Robert mit dabei und wurstelten um die Krokos herum. Ziemlich bekannt. Bis er 2006 bei Dreharbeiten - wider Erwarten nicht von einem Krokodil, sondern von einem Stachelrochen - getötet wurde. Nun führen seine Frau und seine beiden Kinder den Zoo weiter. Ich weiß, dass er das Aushängeschild dieses Zoos ist, aber ich finde es schon ein wenig unheimlich, dass wirklich jeder Meter in diesem Zoo mit Bildern, Pappaufstellern, Postern oder ähnliches von ihm zugepflastert ist. Man kann sich sogar mit diesen Aufstellern fotografieren lassen oder seinen eigenen Körper in ein Foto von ihm montieren lassen. Dann sieht es so aus, als stehe man neben ihm. Aber nun gut. In diesem Zoo war ich heute jedenfalls.

Und es war ganz wunderbar. Endlich habe ich ganz viele typische Tiere Australiens von nahem sehen können. Durch die Touren und Shows konnte ich sogar noch eine ganze Menge lernen. Ich versuche hier mal ein wenig Wissen und Erfahrung zu vermitteln... :)

Die Koalabären zum Beispiel schlafen 18-20 Stunden am Tag. Den Rest fressen sie. Was ein Leben. Sie sehen dabei zudem ziemlich witzig aus, wie sie da so rumhängen. 

 
Ich konnte sogar ein wunderbares, niedliches, knuddeliges Koalabärenjunges beobachten. Als mir die Pflegerin dann aber sagte, dass die Kleinen am Anfang die Ausscheidungen ihrer Mama (auch liebevoll „Poo“ genannt) essen, fand ich den Kleinen irgendwie nur noch halb so niedlich. Das müssen sie übrigens tun, ansonsten fehlen ihnen wichtige Bakterien, mit deren Hilfe sie das Eukalyptus verarbeiten können.


Die Känguru-Gehege sind fantastisch. Man kann kreuz und quer darin herumlaufen und mit den Kängurus umhertollen. So dachte ich jedenfalls. Tatsache ist aber, dass diese Tiere ja nicht doof sind und vorzugsweise erstmal zu den Menschen mit Futter rennen. Den Rest der Zeit liegen sie teilnahmslos herum und spielen flauschige Fotomodelle. Ich habe das gleich mal geübt und mich nach anfänglicher Zurückhaltung, dann doch auch näher herangetraut.


 
Und dann sind da diese Wombats. Die müsst ihr sehen. Sie sehen aus wie zottelige etwa Kniehohe Tonnen mit vier Beinen dran. Sie wuseln umher und schnuffeln alles an. Das witzigste ist, dass sie plötzlich einfach umfallen und wie tot liegen bleiben. Dann schlafen sie. Ich hoffe sehr, dass ich diese possierlichen Tierchen auch noch in freier Wildbahn treffe.


Im ganzen Zoo rennen kleine Dragons herum. Man muss aufpassen, dass man nicht ausversehen auf einen drauftritt. Am schönsten ist es mit anzuschauen, was manche Menschen doch für eine Angst vor diesen Exen haben. 

Ich könnte jedes der heutigen Tiere beschreiben, aber ich lass das mal bleiben jetzt. Ich kann nur sagen, dass ich noch nie so einen wunderbaren Zoo gesehen habe. Die ganze Umgebung ist zauberschön und vogelwild. Einfach Natur Pur. Schade nur, dass die KNAXianer hier keine Fahrt hin machen können… In diesem Sinne! Einen wunderbaren Tag!

Montag, 12. August 2013

Begegnungen der besonderen Art

Ich habe hier schon vor einigen Wochen einen wunderschönen Friedhof entdeckt. Ja, ihr habt richtig gelesen. Einen Friedhof. Es ist ein alter Friedhof mit riesigen Steinen und schaurig, schönen Gräbern. Er liegt direkt neben einem Park und viele Menschen nutzen seine verschlungenen Wege für einen Spaziergang. Nach einigem Hin- und Her überlegen habe ich mich nun getraut und habe ein paar Fotos von diesem besonderem Ort gemacht. Ich kann gar nicht genau erklären wieso. Sagen wir, mir war einfach danach.

Ich bewegte mich also mit meiner Kamera durch die Wege und fotografierte möglichst dezent alles was mir gefiel. Ich versuchte leise und unauffällig zu sein sowie unentdeckt zu bleiben. Plötzlich sah ich zwischen den Gräbern eine Decke. Auf ihr zwei Menschen, mit Weingläsern in der Hand und Essen um sich herum. Ich traute meinen Augen nicht. Da machten doch ganz offensichtlich Leute Picknick auf einem Friedhof, inmitten der Grabsteine. Und damit noch nicht genug der Seltsamkeiten: Der Mann und die Frau hatten auch noch schwarzverschmierte Gesichter und kramten mit seltsamen Gegenständen herum. Das war mir dann doch eine Nummer zu komisch und ich wollte mich schnell davonschleichen, da hatten sie mich allerdings auch schon entdeckt und riefen mich zu sich. 
Es stellte sich heraus, dass es ein älteres Pärchen war, die hier auf der Durchreise waren und die Gelegenheit nutzen um Zeichnungen von den alten Grabsteinen zu machen. Sie zeichneten mit Kreide, was auch ihre schwarzen Gesichter erklärte. Sie waren sich gar nicht bewusste, dass es ein wenig unheimlich wirkte, wie sie hier zwischen den Gräbern saßen, auf ihrer Decke, mit den ganzen Materialien und ihren schwarzen Gesichtern. 
Wir unterhielten uns ein bisschen und nun bin ich eine Telefonnummer reicher und habe eine Couch, falls ich mal in der Nähe von Adelaide sein sollte. Ob ich das Angebot allerdings wahrnehme will, werde ich mir nochmal genau überlegen. Ein bisschen suspekt waren sie mir dann schon. Ich habe übrigens höflich um ein Beweisfoto gebeten und wie ihr seht auch bekommen. Hier zeige ich auch einige meiner Aufnahmen. Pur und Bearbeitet. 

Wunderschön aber trotzdem auch unheimlich
Die Zeichner beim Picknick
Die alten Bäume sind unvergleichlich!
Dieser Baum ist der Wahnsinn



Gestern war ich dann noch auf einem Tagesausflug

Ich fuhr mit den Besitzern meines Restaurants und den beiden Köchen, die dort arbeiten, ins Inland. Wir besuchten dort ein deutsches Ehepaar, das in der Nähe von einem Nationalpark wohnt und schon seit über 30 Jahren in Australien ist. 
Es stellte sich witziger Weise heraus, dass die beiden bevor sie nach Australien gekommen sind, in Sottrum gewohnt haben und dort auch noch in Kontakt mit einigen Freunden stehen, die ich wiederrum kenne. Sottrum! Das ist keine 10 Kilometer von Waffensen entfernt! Die Welt ist so klein. So saßen wir also in Australien bei einem Barbecue auf einer wunderschönen kleinen Farm im Inland und entdeckten, dass wir aus derselben Region kommen. Wirklich lustig, wie das Leben manchmal so ist.
Die beiden sind ganz wunderbar und leben hier echt einen Traum. Sie haben eine „Wochenendfarm“ und kommen hier so oft es geht her. Der Mann ist handwerklich sehr begabt und hat in zwei Jahren unter anderem ein wahres Prachtwerk an Gästehaus gebaut. Mit recycelten Materialien und alles in Kleinarbeit und mit viel Liebe zum Detail. Aber seht selber. Mir hat es die Sprache verschlagen, so wunderschön ist es.

Einsam in den Bergen
Eva und Richard vor dem Gästehaus


Sterne gucken, direkt vom Bett aus

So ein 4-Wheel-Drive wäre doch auch was für mich
Unserer Haufen von Gestern - Ein toller Trip!
Das wundervolle ist, dass ich nun die Möglichkeit habe, mich ein paar Tage in dieser Einsamkeit zu verschanzen, wenn mir danach ist. Eine traumhafte Aussich. Es lebe die Gastfreundschaft! 

Freitag, 9. August 2013

Fotokreationen

Letzte Nacht, als ich quasi schon im Bett lag, checkte ich noch einmal kurz meine sozialen Netzwerke auf meinem iPhone. Da fand ich eine tolle Collage auf Instagram und wollte sowas natürlich auch können. Ehe ich mich versah lud ich allerlei Apps runter, mit diversen Funktionen. (Ein kleiner Einschub hier für meine älteren Verwandten: Apps werden kleine Programme genannt, die du unter anderem auf deinem Smartphone installieren kannst. Mit deren Hilfe kannst du vielerlei wichtige Dinge tun und ebenso viele unwichtige Dinge zum Beispiel Spiele, Fotoprogramme, Kalender und vieles mehr...)

An Schlaf war von da an natürlich nicht mehr zu denken. Ich bastelte was das Zeug hält und war begeistert, was für Möglichkeiten mir doch in Zukunft offen stehen werden. Ich kann quasi ALLES machen mit meinen Bildern, vorausgesetzt ich finde die richtigen Effekte in den zig verschiedenen Apps... Ich wusste schon vorher, dass diese Möglichkeiten der Bildbearbeitung bestehen, war mir aber nicht sicher, ob ich deren Suchtpotential widerstehen kann. Nun weiß ich es: Kann ich nicht!

Ach was soll das Gerede, ich zeig euch einfach mal ein paar wundervolle Basteleien. Ich habe ein Foto von mir ausgewählt. Das liegt natürlich zum einen daran, dass ich Fotos von mir nicht ganz neutral gegenüber stehe aber zum anderen natürlich, weil ich niemand anderen verunschönern wollte. Hihi.